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Intuitiver Blog - eine ständig aktualisierte Auswahl intuitiv entstandener Texte

Auf dieser Seite veröffentliche ich regelmäßig zu unterschiedlichen Themenbereichen intuitive Texte. Manche Inhalte werden in zukünftigen Büchern zu finden sein und ausschnittweise hier präsentiert, andere hingegen werden nur exklusiv auf dieser Seite veröffentlicht. Sämtliche Texte entstehen in meinen intuitiven Sitzungen, d.h. im meditativen Kontakt mit meiner intuitiven Quelle. Diese Quelle definiere ich als Seelen-Ich. Die Quelle ermöglicht mir, Wissen und Emotionen zu erfahren, welche nicht meiner Persönlichkeit entspringen, aber diese durchaus als Ausgangspunkt oder Sprungbrett nutzen. Mehr über den Prozess und die Natur dieser Arbeit steht im ersten Band der Reise in das Seelen-Ich.

Fragen oder Bemerkungen zu den Texten oder der intuitiven Arbeit ? Schreiben Sie mir Fotolia_14600421_XS

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Intuitive Sitzung vom 28.11.2014, Thema: Gedanken und Bewusstsein

Der Verstand gibt keine Gewähr für die Richtigkeit seiner Gedanken. Sie entstehen auf Basis eurer Prägung im weitesten Sinne. Im Grunde werden sie anhand eurer Geschichte kreiert – unkontrollierbar. Das bedeutet, ein Gedanke wird nicht von eurem Bewusstsein geformt, sondern entsteht dort lediglich. Dabei hat ein Gedanke durch und durch eine höchst eigene Dynamik. Das könnt ihr erforschen, indem ihr lediglich eure Gedanken beobachtet und euch nicht dazu hinreißen lasst, euer Selbst mit euren Gedanken gleichzusetzen und zu identifizieren. Auf diese Weise wird die Natur eines Gedanken – seine Eigendynamik – schnell ersichtlich. Gedanken entstehen völlig automatisch, aufgrund menschlicher Erfahrungen, der Vergangenheit und der damit verbundenen emotionalen Prägung.

Aber wir können unsere Denkrichtung beeinflussen, oder? Ich kann mich auf ein Problem konzentrieren und versuchen, es gedanklich zu begreifen.

In dem Moment geschieht eine Gleichschaltung von bewusster Aufmerksamkeit und gedanklicher Entstehung. Das bedeutet aber nicht Kontrolle über den gedanklichen Inhalt. Der Fokus auf etwas richtet die Gedanken auf diese Sache oder Frage aus. Dennoch bleibt der Inhalt der Gedanken offen und hängt von vielen Faktoren ab, die sich dem Willen entziehen. Selbst, wenn ihr z.B. willentlich an etwas Erfreuliches denkt aber eigentlich traurig seid, wird euer Verstand traurige Gedanken in das freudige Bild einbringen. Es ist müßig, die Gedanken willentlich steuern zu wollen, da ihr niemals ihr Steuermann sein werdet. Ihr gewinnt vielleicht hier und da den Gedanken(!), dass ihr eure Gedanken im Griff habt, um dann wenige Sekunden später wieder unbewussten Gedanken nachzuhängen.

Zumindest lässt sich doch aber das Gedankenleben über die emotionale Stimmung positiv oder negativ beeinflussen, oder?

Auch eure Emotionen haben eine reiche Vergangenheit und treten unabhängig von euren Wünschen und eurem Willen in euer Bewusstsein. Sicherlich sind sie konkreter und leichter zu erfassen als ein flüchtiger Gedanke aber dennoch lassen sie sich nicht kontrollieren - ebenso wenig lässt sich das Leben kontrollieren. Ihr könnt am Leben teilhaben, darin eintauchen, es beobachten und studieren, aber ihr könnt es nicht kontrollieren – das ist ein Glaubenssatz und eine Illusion.

Immerhin können wir uns in jedem Moment entscheiden und eine Wahl treffen?

Es hängt davon ab, nach welchen Kriterien ihr eure Wahl trefft, oder? Meist entscheidet ihr unbewusst und ihr habt eine direkte Präferenz für eine Wahlmöglichkeit – eine emotionale Entscheidung, die lediglich durch Argumente unterstützt werden muss, die euer Verstand dann produziert. Der größte Teil einer Entscheidung verläuft in eurem Unterbewusstsein.

Das würde bedeuten, dass wir völlig automatisch reagieren, fühlen und denken.

Ja, das ist fast so. Dennoch beobachtet ihr euch beim Denken, Fühlen und Handeln. Wäret ihr unbewusst und hättet ihr nicht die Gabe, euch bewusst dabei zu beobachten, dann wäret ihr wie Automaten. Je unbewusster ihr denkt, fühlt und handelt, desto tiefer schlaft ihr im Grunde. Das ist nicht schlimm, sondern nur ein Hinweis auf die Illusion des Lebens, das ihr glaubt zu leben. Dabei macht es keinen Unterschied, ob ihr scheinbar „wach“ seid und euren Alltag lebt oder aber im Bett liegt und schlaft. Es ist das gleiche Bewusstsein, das euren Traum beobachtet. Nicht eure Person, sondern lediglich das beobachtende Bewusstsein ist immer gegenwärtig und da – völlig unbeeindruckt von dem, was ihr denkt, fühlt oder wie ihr agiert.

Aber was ist es, das diese Prozesse beobachtet?

Euer einziger Anker und eure einzige Wahrheit. Dieses erfahrbare Bewusstsein ist das einzige, was immer konstant bleibt in eurem Leben. Ansonsten bedeutet euer Leben ständige Veränderung, was natürlich und völlig in Ordnung ist. Wollt ihr aber an eure unveränderliche Quelle, eure Heimat und euer wahres Selbst, dann bleibt nur, das Unveränderliche zu entdecken.

Intuition bedeutet auch zu Denken und zu Fühlen, nur anders.

In dem Moment erhalten Denken und Fühlen eine andere Basis, die nicht mehr persönlich ist. Sicherlich gibt es noch die persönliche Färbung, aber ein großer Teil der menschlichen Geschichte und besonders der emotionalen Färbung wird abgekoppelt. Die Gedanken werden dann durch seelische Impulse kreiert und geformt. Sie entstehen weiterhin im Verstandesapparat, dieser wird dann aber anders versorgt. Euer Denken und Fühlen funktioniert in der Tat anders, wenn ihr mit eurem Seelen-Ich und damit auch mit eurem wahren Selbst in Berührung kommt.
Der Zugang zu eurem Seelen-Ich ist immer gegeben. Es ist euer Selbst, das immer beobachtende Bewusstsein, dessen Sicht ihr einnehmen könnt. [Auszug Ende]
 

Intuitive Sitzung vom 06.10.2014, Thema: Mediennutzung und der unruhige Geist

Die heutigen Möglichkeiten und vor allem die Bereitwilligkeit zur Zerstreuung sind die große Kehrseite des sogenannten Informationszeitalters inklusive der damit verbundenen technischen Errungenschaften. Bedeutet Spiritualität doch die vollständige Gewahrsamkeit des eigentlichen Seins, so verführen das rege Gedankenleben in Verbindung mit den Möglichkeiten der Ablenkung nur zu leicht. Unbewusst werden vielfältige Projektionen in die Außenwelt getragen. Empfundener Ärger kann beispielsweise in die ganze Welt projiziert werden. Die weltpolitische Situation dient dazu ebenso wie ein aktueller Finanzskandal oder das Fehlverhalten eines Prominenten. Die Macht der eigenen Gedanken und Gefühle wird bei der unbewussten Nutzung der Medien völlig unterschätzt. Stellen wir kurz uns kurz den extremen Gegensatz der Isolation von allen Medien vor, so wir schnell klar, wie verloren sich viele Menschen ohne Smartphone, TV oder Tablet zunächst fühlen würden.

Ist ein sinnvoller Umgang mit Medien überhaupt möglich und schränken Medien die Gewahrsamkeit nicht immer ein?

Auch ein vollständig bewusster Mensch, der seine eigene Wahrheit erkennt, wird sich in einer modernen Gesellschaft nicht vollständig den Medien verschließen. Die Sensibilität gegenüber der Nutzung der Möglichkeiten wird jedoch erhöht sein und der Griff zum Smartphone wird entsprechend seltener stattfinden. Diese Geräte haben eine Sogkraft auf den Verstand, die einen gewahrsamen Menschen schnell unangenehm deutlich wird. Sie verführen zum automatischen Denken. Die Denkprozesse werden durch die Nutzung immer unbewusster und das Gerät wird zum Spiegelbild ungerichteter gedanklicher und emotionaler Prozesse. Damit hält die Technik den Nutzer in einen im spirituellen Sinne schlafenden Zustand.

Das hängt doch aber von der Nutzung der Technik ab, oder?

Gegen eine bewusste Nutzung von Technik ist generell nichts negatives zu sagen. Auch eine bewusste Aufnahme von Informationen oder die Auseinandersetzung mit dem Weltgeschehen ist in Ordnung.
Der spirituelle Aspirant, der allmählich die Illusion der Körper-Geist Identifikation aufheben möchte, wird jedoch das freudige Verlangen haben, seine eigene Wahrheit so häufig wie möglich zu spüren. Er oder sie wird entsprechende Informationen und Werkzeuge suchen, die dabei behilflich sind und die Suche inspirieren und fördern.

Intuitive Sitzung vom 11.08.2014, Thema: Erwachen auf der absoluten Ebene

Ich würde gerne über die absolute und die relative Ebene sprechen. Inwiefern braucht es unsere Handlung auf der menschlichen, der relativen Ebene, um erleuchtet zu werden und auf der absoluten Ebene zu erwachen?

Es gibt keinen Unterschied zwischen diesen Ebenen. Auch die relative Ebene der Dinge und der Erscheinungen, von der du sprichst, beinhaltet all die Liebe, Wahrheit und Schönheit. Das Absolute erhält einfach nur eine zeitlich und räumlich begrenzte Erscheinung, welche aber all die Qualitäten der absoluten Ebene enthält. Ein Teppich, eine Wand oder ein Baum enthalten die Essenz des Absoluten und sind bewusst, welches eine Idee geformt hat. Webt ihr ihm Relativen, dann webt ihr auch im Absoluten, obwohl natürlich in Wahrheit nichts geschieht. Das Nichts ist aber auch wiederum Alles. Jede Form, jede Handlung kommt aus dem Nichts und wandert in das Nichts zurück.
Diese Frage zielt natürlich immer auf die Bemühungen ab, die ein Mensch anstellen soll, um zu erwachen und sich für die Essenz allen Seins bewusst zu öffnen. Die Antwort liegt in der Liebe. Sie ist die Qualität, die dem Nichts entspringt, welche die Form zusammenhält. Sie ist das Mysterium und der Klebstoff, welcher das alles durchdringt. Sie ist zudem eure Bewusstseinsschleuse in das Absolute.

Aber dem Nichts entspringen doch noch weitere Qualitäten, wie die Freude oder auch die göttliche Intelligenz, die jeder Kreation zugrunde liegt.

Die Liebe bildet aber den wahren Urgrund. Sie ist das Motiv, welches der Urkraft eine Form und eine Richtung schenkt. Sie auch die Kraft, welche euch am leichtesten aus der Illusion der menschlichen Begrenzung befreien kann, da sie euch mit allem verbindet. Durch die Liebe könnt ihr in allem euch selbst, in eurer wahren Essenz, erkennen.

Ist eine Bemühung überhaupt fruchtbar? Jede Handlung ist doch eigentlich eine Illusion, oder?

Die Handlungen sind unvermeidbar. Ihr entscheidet jedoch keine Handlung, da Entscheidungen nicht existent  sind. Die Entscheidung würde Zeit und Raum voraussetzen. Zeit und Raum gibt es aber nur, weil eure Handlungen dadurch bewusst für euch zu erfahren sind. Das bedeutet, ihr handelt nicht selbst in Zeit und Raum, sondern Zeit und Raum existieren, so dass ihr Handlungen als Kreation des Absoluten erkennen könnt. Die Frage, ob ihr euch bemühen sollt oder nicht ist damit hinfällig. Ihr handelt perfekt und könntet nicht anders handeln. Diese Tatsache ist allerdings unvereinbar mit dem menschlichen Verstand. Er muss an der Realität des Absoluten zerbrechen.

Das heißt jeder Gedanke, der zu einer Entscheidung führt, ist eigentlich nur eine Art Kommentar?

Die Gedanken weisen euch einen Platz in der Welt der Illusion zu und kommentieren pausenlos euer Leben. In der Gedankenleere löst sich diese Illusion sofort auf, wie ihr selbst leicht erfahren könnt.

Wie nutzen wir die Liebe, um auf der Ebene des Absoluten zu erwachen?

Die Übungen, welche euch für die Ebene öffnen, habe ich euch gezeigt. Dann müsst ihr nur die Liebe in der Stille widerhallen lassen. So könnt ihr euch in der Stille erkennen.

Intuitive Sitzung vom 15.07.2014, Thema: Grenzen der Meditation und Natur der Stille

Gibt es einen Punkt, an welchem wir mit unseren Bemühungen und der Meditation aufhören sollten, um weiter zu kommen?

Es existiert kein festgelegter Zeitpunkt innerhalb einer natürlichen Entwicklung. Je mehr ihr euch dem Raum in euch öffnet, desto mehr erkennt ihr die Erfordernis, die es braucht, um in diesem Raum zu sein. Dieser Raum, euer wahres Selbst, ist Frieden und Stille. Aktivitäten eures Verstandes und aufsteigende Emotionen, denen ihr Aufmerksamkeit schenkt, aber auch eigene Bemühungen in Form von Vorstellungen, Visualisierungen oder verstandesmäßigem Begreifen, lenken eure Aufmerksamkeit von diesem Raum fort.

Ist dieser Raum unser Seelen-Ich?

Dieser Raum ist die tiefe Wahrheit eures Seelen-Ichs. Er ist nicht  die Qualität, z.B. der Stillen Liebe, die wir geübt haben. Er beschreibt den Entstehungsort oder -punkt aller Qualitäten des Seelen-Ichs und in einem weiteren Schritt aller menschlichen Qualitäten, ob positiv oder negativ. Alles entsteht in diesem Raum, den wir Nullpunkt nennen. Es ist der Urgrund des Seelen-Ich.

Den Nullpunkt in uns zu erkennen bedeutet also alle Bemühungen und Vorstellungen fallen zu lassen?

Eure menschliche Natur bedeutet auch euer Streben. Ihr strebt nach Überleben und ebenso strebt ihr nach Erkenntnis. Es ist also wider eurer Natur, eure Bemühungen einfach einzustellen. Der Impuls, die Bemühungen einzustellen muss also diesem Nullpunkt entspringen. Ihr müsst zunächst lernen, euer Bewusstsein für diesen Nullpunkt zu schärfen, um aus der Perspektive des Nullpunkts die Leichtigkeit zu erkennen, welche er bedeutet. Ihr tragt die Perfektion in euch und seid damit zugleich diese Perfektion, nach der ihr strebt. Ihr könnt aber nicht aufhören nach ihr zu suchen, bevor ihr ihr Natur in euch nicht erkannt habt.

Das Erkennen des Nullpunkts ist aber nicht Erleuchtung.

Euer Bewusstsein wäre, wäret ihr erleuchtet, mit dem Nullpunkt eins und hätte bereits euer menschliches Dasein geformt. Wir sprechen aber nicht über Erleuchtung, sondern über Gewahrsamkeit. Über das bewusste Eintauchen in den Nullpunkt des Seelen-Ichs.

Wie wäre theoretisch der einfachste Weg, um in diesen Nullpunkt einzutauchen?

Theoretisch müsstet ihr nichts tun, weil es bereits der Teil von euch ist, aus dem eure gesamte Existenz geboren wird. Er ist durch eure Persönlichkeit verborgen aber natürlich ständig hier – ihr seid es bereits, nur euer Bewusstsein begreift es nicht. Fällt dieses Konstrukt „Persönlichkeit“ in sich zusammen, dann bleibt nur das Seelen-Ich. Es ist also das Aufgeben der Persönlichkeit, was euch abhält.

Unsere Persönlichkeit und unser Dasein in dieser Welt wird immer als Illusion beschrieben – eine Illusion oder ein Traum, aus welchem wir aufwachen müssten.

Es ist eine Realität, die dem Nichts entspringt. Das Nichts ist göttliches Sein, ein Urgrund und ein Bewusstsein, aus welchem jede Nuance eurer wahrgenommenen Welt entspringt. Somit ist eure Welt göttliches Bewusstsein. Dieses göttliche Bewusstsein beschreibt auch den Nullpunkt des Seelen-Ich. Euer menschliches Sein und eure Welt entspringen diesem Bewusstsein und werden in jedem Augenblick neu daraus geboren. Dieses Bewusstsein ist real, damit ist auch eure Welt real. Ihr betrachtet sie jedoch mit den Augen dieser Welt und nicht mit den Augen eures Seelen-Ich – ansonsten würdet ihr eure Realität anders begreifen. Das ist der Unterschied.
Das Aufwachen ist somit eine Veränderung der Perspektive oder eures Bewusstseins. Dann erst erkennt ihr die Welt, wie sie wirklich ist.

Somit nutzen wir aber in der Meditation die Ausformungen des Bewusstseins, welche ja auch Emotionen und Gedanken sind, um unser Bewusstsein in den Nullpunkt zu verschieben. Das heißt wir arbeiten mit der Illusion um die Illusion aufzuheben und zu erkennen? Ist das nicht paradox?

Im gewissen Sinne geht ihr bis an die Grenzen dieser Illusion. Meditatives Bemühen schafft eine Pattsituation. Durch Vorstellungen, z.B. eine Visualisierung oder ein Mantra, werden die Gedanken und auch Emotionen beruhigt, so dass ihr euch dem Raum hinter den Illusion, hinter Gefühl und Gedanke, öffnen könnt. Eine Meditation, obwohl sie auch nur eine Bemühung in der Illusion darstellt, hebelt die Tätigkeit eurer Persönlichkeit aus – das ist ihre Funktion. Unser Weg besteht darin, Aspekte oder Qualitäten des Seelen-Ich einzuladen, d.h. im Bewusstsein zu erwachen. Diese Qualitäten sind somit Türöffner, die den Schleier langsam lüften, was nichts anderes bedeutet, als dass euer Bewusstsein sich mit eurem Seelen-Ich synchronisiert. Ein weiterer Schritt, der noch mehr Leichtigkeit und Passivität erfordert ist dann das Eintauchen in den Nullpunkts und anschließend das Erkennen des Nullpunkts als euer wahres Selbst.
 

Intuitive Sitzung vom 25.05.2014, Thema: Reines Bewusstsein und die Bedeutung des Nicht-Denkens (Auszug)

Ich mache gute Erfahrungen mit der Übung der Gedankenleere.

Du nimmst dadurch besser die Leere wahr, die das Seelen-Ich bedeutet. Es gibt dann nur Bewusstsein. Dieser Zustand wird durch die Seelen-Qualitäten indirekt vermittelt. Wir haben geübt, das reine Bewusstsein über die Verschmelzung der Seelen-Qualitäten zum Nullpunkt zu erreichen. Wird das Nicht-Denken praktiziert, so stellt sich ein Effekt der Leere ein, ein Nichts, welches entsteht und sich als das eigentliche Bewusstsein entpuppt.
Zwischen Seelen-Ich und diesem wahrgenommenen Bewusstsein in der Leere liegt ein qualitativer Unterschied im Erleben. Die einfache Leere ist ein verletzlicher Raum. Das Ego fällt tief diesen Raum und findet keinen Halt mehr. Das kann ein erwünschter Effekt sein, nach dem viele Meditierende streben. Es ist jedoch zugleich ein hartes Erwachen, das meist gravierende Probleme und Angst und Panik mit sich bringt. Wir haben hingegen mit den Übungen versucht, eine schrittweise Umwandlung des Bewusstseins zu erreichen. Dabei entsteht keine Leere, sondern ein reiches Empfinden für das wahre eigene Selbst. Zudem bemühen wir uns vorab um einen Umgang mit den persönlichen Emotionen. Auf diese Weise wird das Bewusstsein für die Impulse des Seelen-Ichs geöffnet, ohne das Ego einfach sich selbst zu überlassen. Von daher ist es gut, der Persönlichkeit den Raum für Transformation zu öffnen. Eine Transformation muss ohnehin immer stattfinden. Alles sogenannte Negative in euch wird sich von selbst zeigen. Euer Hass, eure Trauer und eure Angst werden jedoch auf unserem Weg nicht ungebremst in euer Bewusstsein preschen, wie es bei dem ausschließlichen Üben gedanklicher Leere geschehen kann.
Dennoch ist auch auf unserem Weg die gedankliche Leere ein Ziel, welches ihr, sofern ihr die Seelen-Qualitäten verinnerlicht und mit euren Emotionen gearbeitet habt, verfolgen könnt.
 

Intuitive Sitzung vom 03.04.2014, Thema: Stille Liebe und göttliches Licht

Jedes Bestreben, sich dem göttlichen Licht zu öffnen, erfordert zunächst eine Klärung und Reinigung des Bewusstseins. Es ist ein klingendes Wechselspiel, wenn das Licht auf ein ausgerichtetes Bewusstsein trifft, das in der Lage ist, diese feinen geistigen Eindrücke aufzunehmen. Wie kleine Glasperlen, die aufeinanderstoßen und einen Klang erzeugen. Jeder Klang ist zugleich ein Lichtpartikel, der sich im Bewusstsein ausbreiten kann. Treffen diese Lichtpartikel jedoch auf ein unvorbereitetes Bewusstsein, welches mit persönlichen Gedanken und Gefühlen befasst ist, so finden die Glasperlen im übertragenen Sinne keine Resonanz. Es ist dann, als ob sie auf schlammigen Boden fallen und unbemerkt versinken.
Die Wahrnehmung intuitiver Eindrücke des Seelen-Ichs funktioniert auf die gleiche Weise, deshalb ist das Training des Bewusstseins die vorrangige Aufgabe für einen Menschen, der sich den geistigen Welten öffnen möchte. Die unermessliche Qualität der Stillen Liebe trainiert das Bewusstsein am besten und ist zugleich eine Definition für das aufnehmende Bewusstsein. Die Stille Liebe ist eine Qualität, die jedem Menschen gegeben ist, da sie unserem zeitlosen wahren Selbst entspringt, das wir Seelen-Ich nennen. Sie ist zugleich mehr als eine Emotion, da sie das gesamte Bewusstsein erfasst und in einen Zustand von Glück, Frieden und Aufnahmefähigkeit versetzt. Das Bewusstsein wird unter ihrem Einfluss wie ein trockener Schwamm, welcher in der Lage ist, die reine Essenz geistiger Impulse wahrzunehmen. Sie ist damit der Inbegriff der Weisheit, dass man am besten mit dem Herzen sieht.
Das menschliche Bewusstsein ist formbar, im positiven wie im negativen Sinne. Die sinnvolle Formung des Bewusstseins funktioniert über das tiefe Empfinden der eigenen Wahrheit. Dort liegen die Qualitäten verborgen, nach denen sich jeder Mensch im Grunde seines Herzens sehnt. Das geschieht in der Meditation, die einen Menschen in seinen natürlichen, ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Einem Zustand, der jenseits von Denken und persönlichem Empfinden existiert und der beständig erforscht werden muss, um dem Bewusstsein einen leichteren Zugang dorthin zu verschaffen. Auf diese Weise lernt der Mensch seine eigene Ewigkeit kennen.
 

Intuitive Sitzung vom 30.03.2014, Thema: Schweigen

Wir behandeln kurz das Thema des Schweigens oder den Sinn des Schweigens. Die Schweigsamkeit sollte für euch an Bedeutung gewinnen, da ihr durch sie Energie bündeln, sammeln und für spirituelle Zwecke bewahren könnt. Das bedeutet natürlich nicht, das ihr immer schweigen sollt. Vielmehr solltet ihr euch darum bemühen, überflüssiges und oberflächliches Gerede, vor allem Gespräche über andere Menschen, einzustellen. Durch Sprache bekräftigt ihr Gedanken und Gefühle. Ihr gebt ihnen eine erweiterte Realität, da ein ausgesprochener Gedanke an Kraft gewinnt. Das Wort ist wie ein schwerer Stein, der an einem Gedanken hängt und ihm dadurch ein größeres Gewicht gibt.

Für wen? Für den Sprecher oder den Angesprochenen?

Beide sind gleichermaßen davon betroffen. Es ist eine Frage der Schwingung. Denkt ihr schlecht über eine anwesende Person, so hat das bereits eine Wirkung auf euch und auf die Stimmung im Raum. Es entsteht ein negatives Feld der Ablehnung, das von sensiblen Menschen wahrgenommen wird. Teilt ihr eure Ablehnung dann noch durch Sprache mit, so gebt ihr dieser Stimmung Gewicht. Vielleicht wird der Inhalt der Aussage nicht überraschen, aber die Ablehnung, also das Gefühl hinter dem Gedanken, wird eine größere Kraft entfalten.
Sprecht von daher gewählt und bekräftigt positive Gedanken und Gefühle. Der erste Schritt dahin ist das Schweigen, da ihr dadurch erkennen lernt, was ihr gerne erzählen würdet. In einem weiteren Schritt könnt ihr sondieren, was ihr sagen solltet und dies mit Nachdruck und gewählten Worten umsetzt. Fühlt schließlich, was ihr sagt und gebt euren Worten noch mehr Gewicht.
Die Schweigsamkeit zu üben, fordert euer Bewusstsein, da ihr dazu aufgefordert werdet, euch immer wieder an die Notwendigkeit des Schweigens zu erinnern. Das wird euch nur über die Gewohnheit gelingen.

Das ist keine einfache Übung, denn wie oft tauschen wir Belanglosigkeiten aus und unterhalten uns über das Wetter o.ä. Die Bewusstseinsschule fordert jedoch mehr Klarheit und Tiefe, auch in unserer Sprache. Wollen wir uns der eigenen Gefühle bewusst sein und zugleich mehr Seelenqualitäten leben, sollte das auch unseren gesamten Handlungsraum betreffen.

Das ist eine Übung, die ihr einerseits bewusst lernen müsst. Ihr solltet eure Worte bewusst wählen. Auf der anderen Seite wird sich euer Ausdruck, die Art wie ihr sprecht, euch verhaltet und euch gebt, durch das Leben von Seelenqualitäten formen. Durch anhaltendes Üben werdet ihr von selbst diese Anpassungen vornehmen. Es schadet dennoch nicht, diesem Prozess vorweg zu greifen und ihn durch bewusste Schweigsamkeit, dem Gewahrwerden der Empfindungen und eine bewusste Wortwahl zu fördern.

Intuitive Sitzung vom 18.02.2014, Thema: Urtriebe contra spirituelle Entwicklung?

Die wilden, ungezügelten Emotionen im Menschen lassen sich nur schwer beruhigen. Das Ursprüngliche und Animalische bleibt im Menschen präsent, so sehr entwickelt er auch sein mag. Das ist der Preis für das menschliche Dasein, als der Mensch auf ein Überleben in der Natur angewiesen war und dafür Angst, Aggression und Vorsicht benötigte. Diese wilden ursprünglichen Elemente lassen sich nicht zähmen und sind tief im Menschsein verwurzelt.

Das bedeutet, auch ein Erleuchteter hat mit seinem menschlichen Naturell zu kämpfen?

Er reagiert entsprechend und beobachtet diese Reaktionen an sich. Auch ein Erleuchteter wird bei Gefahr gemäß der menschlichen Programmierung reagieren. Er wird dabei aber dennoch ein Beobachtet seiner selbst bleiben und sich von diesem Verhalten innerlich distanzieren können.

Soviel zum Umgang mit Gefahr. Was aber ist mit dem Sexualtrieb? Dieser wird Erleuchteten oft auch nicht zugestanden.

Das Ausleben von Sexualität ist ein komplexerer Vorgang, der nicht nur den Trieb, sondern auch eine Umsetzung voraussetzt. Das bedeutet, der Trieb wird selbstverständlich registriert und ist auch vorhanden. Ein erleuchteter Mann reagiert z.B. auf eine schöne Frau. Zugleich verspürt er aber auch die unpersönliche Liebe zu dieser Frau, weil er sein eigenes Sein im Seelen-Ich der Frau erkennt. Ob sich ein Erleuchteter letztendlich auf eine sexuelle Handlung einlässt ist höchst individuell aber keinesfalls ausgeschlossen.
Diese sehr ursprünglichen, menschlichen und zugleich auch animalischen Eigenschaften stehen aber in keinem Widerspruch zur spirituellen Entwicklung und behindern diese auch nicht. Es geht für euch lediglich darum, diese Ur-Triebe, welche der Sexualität, dem Schutz und der Nahrungssuche dienten, in euch zu erkennen und zu akzeptieren. Der Mensch muss, obwohl er diese Triebe lebt und entsprechend reagiert, nicht diesen Trieben unterworfen sein. Auch, wenn er sie instinktiv und automatisch auslebt, kann er auch zugleich zum Beobachter werden. Das bedeutet, ihr werdet auch in tiefer spiritueller Verbindung zu eurem Seelen-Ich, euer Leben unter Adrenalin und Todesangst schützen. Dennoch wird sich ein anderer Teil in euch seiner ewigen Natur bewusst sein.

Intuitive Sitzung vom 06.01.2014, Thema: Angst des Ego

Wir behandeln heute das Thema Angst. Wir haben das Thema ja bereits behandelt und den Umgang mit der Angst im Körper besprochen – sowohl in Theorie als auch in Praxis. Welche Dimension der Angst bleibt also noch? Es ist die Angst, die euch überkommt, wenn ihr euch der letzten Schwelle nähert. Die Angst scheint erneut aus dem Nichts zu erwachsen, sie besetzt euren Verstand und sie sitzt in euren Eingeweiden. Sie redet euch ein und versucht euch klarzumachen, dass ihr es nicht wert seid und dass euer Weg noch unendlich lang ist – vermutlich so lang, dass ihr nie euer Ziel erreichen könnt. Das ist die Angst der Schwelle. Es ist der Hüter der Schwelle und es ist damit auch zugleich der Spiegel der euch vorgehalten wird.

Wann genau entsteht diese Angst? Kannst Du die Bedeutung der Schwelle etwas genauer erläutern?

Die Schwelle ist ein Bewusstseinssprung. Es ist das wachsende Bewusstsein für das Seelen-Ich oder für die eigene Wirklichkeit. Das Bewusstsein, die Psyche und der Körper empfinden und atmen den Frieden mehr und mehr, der vom Seelen-Ich ausgeht. Es kommt der Punkt, wo ihr über den Tag mehr eurem Seelen-Ich bewusst seid, als eurem alltäglichen, menschlichen Bewusstsein, das euch so viele Jahre begleitet hat. Zu diesem Zeitpunkt wird euer Tag von Frieden, Liebe, Demut und Intuition beherrscht. In diesem Bewusstsein kommt ihr der Schwelle näher, welche den Beginn der Auflösung des persönlichen Egos bedeutet. Ging eure Entwicklung bis zu diesem Punkt in kleinen Schritten vonstatten, so müsst ihr an dieser Schwelle einen größeren Schritt machen. Das Ego wird sich wehren und die Schwelle wird damit zur Prüfung. Es ist eine Prüfung des Vertrauens, des Glaubens in euch selbst und in die Richtigkeit eures Weges, die euch widerfährt.

Geschieht das jeden Menschen?

Es geschieht auf den Wegen, auf welchen die Menschen aus eigener Kraft und mit eigenem Bemühen wandeln. Die Suchenden und die Wollenden, die bewusst erlernen, sich in der Absicht ihres Seelen-Ichs zu bewegen und das Ego langsam hinter sich lassen.

Was bleibt also zu tun?

Es ist die Beharrlichkeit und das Wissen um die Schwelle, das euch weitertragen wird. Ihr dürft euch nicht irritieren lassen von der Angst, die euch besteigen mag. Ihr könnt leicht in egoische Gedanken verfallen und euch fragen, ob ihr es nicht wert seid und ob euer Bemühen nicht das Ziel verfehlt. Es ist eine Schwelle, die euch erschüttern kann, wenn ihr auf sie trefft.
Nehmt die aufsteigenden Ängste nicht mehr persönlich. Stellt euch keine persönlichen Fragen nach dem wieso mehr. Akzeptiert sie und betrachtet sie aus der Position der gewonnen Stärke und des Friedens. Dann kann euch nichts geschehen. Die Schwelle dient nur dazu zu prüfen, ob ihr mehr im Seelen-Ich oder im Ego bewusst seid.

Intuitive Sitzung vom 02.12.2013, Thema: Zulassen

Das Leben ist wunderschön, wenn man zulassen kann. Wer wirklich das Vertrauen in das Leben und die Schöpfung spürt und die Verbundenheit erlebt, kann das Zulassen lernen. In dem Moment spielen Angst, Trauer, Schicksal, Alltag und alles, was uns beschäftigt, was wir einordnen und mit dem wir klarkommen wollen, keine Rolle mehr. Es ist ein einfacher Zustand, der nicht bewerten will aber auch nicht bewertet werden möchte. Es ist ein Zustand der Befreiung und der Freiheit. Unser Verstand kann uns keine Wahrheiten mehr auftischen und er sagt uns nicht, was wir dürfen, was wir wollen und was wir wünschen. Es ist der Zustand reinen menschlichen Seins und Lebens.

Intuitive Sitzung vom 28.10.2013, Thema: Wissenschaft und Spiritualität

Quantenphysik und Mystik sind im Grunde zwei Seiten ein und derselben Medaille. Sie formen die Erkenntnis, dass unsere Welt nicht so funktioniert, wie es sich die Menschheit in den letzten Jahrhunderten der Aufklärung ausgemalt hat.
Ihr findet Erklärungen und Beweise für viele Beobachtungen der einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen und dennoch müsst ihr euch eingestehen, dass jede Erkenntnis neue Fragen und scheinbar unlösbare Rätsel aufwirft. In vielen naturwissenschaftlichen Disziplinen genügen die bisher gültigen Weltanschauungen nicht mehr. Der Blick in den Mikrokosmos der kleinsten Teilchen und der Blick in die Tiefen des Universums haben neue Theorien entstehen lassen, deren Beweis und allgemeine Anerkennung das bestehende Weltbild aus den Angeln hebt. Die Trennung von Materie, Zeit und Raum verschwimmt demnach ebenso wie die Trennung zwischen Realität und Bewusstsein.
Es erwacht in der Tat die Erkenntnis, dass euer Bewusstsein nicht nur die Welt beeinflusst sondern kreiert. Die Welt mit allem, was in und auf ihr existiert ist mit dem Kosmos eng verwoben. Spirituelle Menschen begeistern sich schnell für die dem breiten Publikum vorgestellten Theorien der modernen Physik. Der Wissenschaftler hingegen verspottet oft spirituelle Menschen, Mystiker und das Übernatürliche Suchende. Zu unrecht, da viele grundlegende Theorien mithilfe den Geistes begründet wurden. Es ist leider nicht anerkannt, dass der Mensch selbst das Instrumentarium und die Mittel zur Beweisführung in sich trägt. Der Mensch kann die Erfahrungen von Unendlichkeit, der Verbindung zwischen allem, was existiert, der Auflösung von Raum und Zeit und seiner Existenz als nicht materielles Wesen machen, ohne dafür eine mathematische Formel oder ein Messinstrument nutzen zu müssen.
Natürlich ist es ist eine bewundernswerte Leistung, mit Hilfe der Wissenschaft und immenser gedanklicher Anstrengungen, Erkenntnisgewinn zu produzieren. Das steht außer Frage und diese Leistung kann nicht hoch genug angesehen werden. Ein weiterer Verdienst der Wissenschaft ist, den Menschen vom Aberglauben und der Macht von Religion und Kirche befreit zu haben. Die Wissenschaft hat den Menschen in vielerlei Hinsicht befreit. Nun ist es an der Zeit, das Instrumentarium „Mensch“ in seiner Vielfältigkeit für den Erkenntnisgewinn wiederzuentdecken und zu nutzen. Das geschulte Bewusstsein kann Wissen intuitiv produzieren und kann Ideen kreieren, welche den Erkenntnisgewinn Hand in Hand mit wissenschaftlichen Methoden beschleunigen. Deshalb ist es so wichtig, dass jeder Mensch den Umgang mit diesem Instrumentarium erlernt.

Intuitive Sitzung vom 04.10.2013, Thema: Störemotionen

Negative Gefühle wie Hass, Wut, Begierde, Neid, Angst oder Trauer versperren wie Felsklötze auf einer Strasse den Weg zu Harmonie und Klarheit. Diese Emotionen bilden energetische Dissonanzen, welche die klare Verbindung zum Seelen-Ich stören. Sie eliminieren jede andere Schwingung und lassen keine Annäherung an das Seelen-Ich zu - dabei wirken sie wie Störfrequenzen. Der Einfluss dauerhafter negativer Gefühle ist sogar noch gravierender. Eine Angst blockiert euer Denken und Lernvermögen, stört die Körperharmonie und fördert Krankheiten. Starke Gefühle von Trauer senken euer gesamtes Energieniveau. Sie rauben Lebenskraft und -willen, schwächen euer Immunsystem und töten die gegebene, natürliche Freude.
Ihr werdet euer Leben nicht ohne diese Störemotionen gestalten können. Sie sind eure Begleiter, schlummern in euch und werden leicht geweckt. Ihr könnt sie nicht ignorieren. Wollt ihr euch entwickeln, dürft ihr sie weder ausblenden noch den Versuch einer Ablenkung wagen. Bedenkt, dass auch eine Meditation eine Ablenkung sein kann, sofern sie negative Emotionen nicht berücksichtigt und bearbeitet. Nur der geschulte Bewusstseinsfokus und ein Verständnis für die Natur der Emotionen sind adäquate Mittel, um Störemotionen zu begegnen. Durch die direkte Konfrontation werden Dissonanzen aufgelöst – so geht zumindest der Bewusstseinsarbeiter negative Emotionen an. Sind die Störungen einmal beseitigt, kann der göttliche Ton klarer vernommen werden. Ton und Licht, die Bausteine unseres Universums werden von Emotionen der Liebe, Freude und Demut getragen. Diese schönen Emotionen können in euch reifen, sofern ihr ihnen die Zeit widmet und den Raum in eurem emotionalen Gefüge gewährt. Sind sie einmal in euch gefestigt, nehmen sie den Störemotionen Licht und Nahrung.

Intuitive Sitzung vom 24.08.2013, Thema: Herausforderungen der Kindererziehung

Kinder werden in ihrer Entwicklung oft gestört, sie werden beschnitten und verlieren ihre natürliche Identität. Ein Kind kommt gleich einem Samenkorn mit vollständigen Anlagen auf diese Welt und hat das Potential einen eigenen Charakter zu entwickeln – ein Kind hat eine vorgeprägte Persönlichkeit. Diese schließt Schwächen aber auch Talente, körperliche Ausprägungen und viele charakterliche Züge ein. Es gilt für die Eltern, das rechte Maß zwischen regulierender Erziehung und freier Entfaltung zu finden. In der Erziehung gibt es dabei kein standardisiertes Richtig oder Falsch. Es sollte keine strikten Vorgaben für jeden Menschen einer Gesellschaft im allgemeinen geben, sondern die Erziehung hat die Aufgabe, auf jeden kleinen Menschen individuell, flexibel und liebevoll einzugehen. Es gilt, auf Schwächen einzugehen und diese zu mildern und Stärken zu erkennen und Talente zu fördern. Dazu braucht es Zeit und im Idealfall viele Menschen, die sich mit dem Kind und unterschiedliche Weise beschäftigen können. Der vielfältige Einfluss prägt ein Kind am besten, sofern es einen Hauptbezugspunkt wie die Eltern als Identifikationsfiguren hat.
Somit ist die Erziehung eine recht komplexe Angelegenheit und sie wird in den meisten Fällen auch nicht ideal verlaufen. Kaum ein Mensch wird ideal gefördert, sondern in eine Gemeinschaft geboren, die Probleme und Widerstände schafft. Zu den angeborenen Schwächen gesellen sich meist noch mehr hinzu und viele Stärken werden aufgrund des Weltbilds der Eltern weder erkannt noch gefördert. Und natürlich fehlt es auch an Zeit, so dass ein Kind früh begreifen soll, dass es in erster Linie funktionieren muss.
Es gibt kaum noch natürliches Leben in kleinen Gemeinschaften, die sich auf ähnliche Werte, friedliches Zusammensein, gemeinsame Arbeit und eine gemeinsame Betreuung der Kinder verständigt haben. Die Welt ist vielmehr zerrissen in viele Funktionsbereiche und Rollen und zugleich ein Ort, an dem das Leben der Kinder und Erwachsenen eine immer größere Trennung erfahren hat. Man trennt sich morgens, verfolgt die unterschiedlichen Leben und trifft sich am späteren Tag wieder. Irgendwann wundern sich alle darüber, dass sie sich entfremdet haben. Dies zu verhindern ist die Aufgabe, vor welche Eltern heute gestellt werden und die weiterführenden, damit verbundenen Aufgaben sind enorm schwierig zu bewältigen, solange das Ziel eine intakte und gesunde Familie sein soll.
Das rechte Maß ist die Lösung dieser Problemstellung. Viele Menschen erkennen, dass das Leben nicht die Karriere alleine sein kann und sie begreifen, dass die Zeit mit der Familie etwas kostbares ist. Es gilt also ein Maß für die Arbeit, für die gemeinsame Zeit und für das erzieherische Eingreifen zu finden. Die Eltern müssen die Kraft finden, um offen und liebevoll auf ihre Kinder eingehen zu können. Und die Kinder müssen vermittelt bekommen, dass sie in einem geschützten Ort des Vertrauens und der Geborgenheit aufwachsen, an dem sie ernst genommen werden. Es gilt Gemeinsamkeiten zu entwickeln und zu fördern. Die Lebensbereiche sollten nicht völlig voneinander abgeschnitten sein. Jeder sollte in einer Familie wissen und begreifen, was der andere macht, was ihn wichtig ist und wo er hingeht. Diese Ziele sollten sich die Eltern verinnerlichen und ihre Lebensgestaltung auf diese Punkte prüfen.

Diese Verantwortung und die Ursache des Problems werden oft der Gesellschaft und der Politik zugeschoben.

Jede Gesellschaftsform beinhaltet Aufgaben und Widerstände, wie ich bereits sagte. Es ist aber zu einfach, Verantwortung immer abzuschieben. Nutzt lieber euer kreatives Potential, bleibt für die Problemlösung auf eure Möglichkeiten und euch selbst fokussiert und sucht in eurem Rahmen Kompromisse. Wie gesagt, das Ideal ist eine Größe, an die ihr euch annähern könnt. Behaltet den Fokus auf dem Maß und den Spielraum der sich erschließt und lasst die Familie als Hort der Geborgenheit - als Quelle, die gepflegt werden will - niemals außer acht.

 

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