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Intuitiver Blog - eine ständig aktualisierte Auswahl intuitiv entstandener Texte

Auf dieser Seite veröffentliche ich regelmäßig zu unterschiedlichen Themenbereichen intuitive Texte. Manche Inhalte werden in zukünftigen Büchern zu finden sein und ausschnittweise hier präsentiert, andere hingegen werden nur exklusiv auf dieser Seite veröffentlicht. Sämtliche Texte entstehen in meinen intuitiven Sitzungen, d.h. im meditativen Kontakt mit meiner intuitiven Quelle. Diese Quelle definiere ich als Seelen-Ich. Die Quelle ermöglicht mir, Wissen und Emotionen zu erfahren, welche nicht meiner Persönlichkeit entspringen, aber diese durchaus als Ausgangspunkt oder Sprungbrett nutzen. Mehr über den Prozess und die Natur dieser Arbeit steht im ersten Band der Reise in das Seelen-Ich.

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Intuitive Sitzung vom 07.01.2013, Thema: Das Jahr des sich öffnenden Schleiers

Blickt freudig in das begonnene Jahr. Es ist ein Jahr der Chancen und der Erneuerung. So schwierig wie das vergangene Jahr auf manche von euch wirkte, so einfach könnt ihr dieses Jahr die Früchte eurer Bemühungen und Leiden ernten. Wer die Chance der Herausforderungen für das Bewusstsein genutzt hat und in die Tiefen seiner geheimen Konflikte eingetaucht ist, wird überrascht sein von der kraftvollen Transformation, die ihn erfasst. Werdet dennoch nicht untätig. Nutzt das Sprungbrett, dass sich euch zur Veränderung bietet. Ihr habt die Möglichkeit, eure Spiritualität tiefer zu erforschen und Entwicklungssprünge zu machen. Dafür müsst ihr weiterhin an euch arbeiten und die Seelen-Qualitäten pflegen.

Ist dieses Jahr eine Chance für alle Menschen?

Es ist der Beginn einer geistigen Handreichung, wie ich vor einigen Monaten bereits erörtert habe. Die Suchenden unter euch, die ernsthaft an ihrer Spiritualität arbeiten, werden diese Zeit für sich nutzen können. Für andere Menschen kann es nach einer turbulenten Zeit eine Phase der Beruhigung bedeuten, vielleicht sogar eine Zeit eines erwachenden spirituellen Interesses. Es ist keine Zeit ohne Leid, versteht mich da nicht falsch. Aber es ist eine beginnende Phase eines sich öffnenden Schleiers, eine Phase die zu Erkenntnissen über Gott und das bzw. euer Leben führt. Es ist eine Zeit wachsender intuitiver Möglichkeiten für euch, die ihr nutzen solltet. Es ist eine Aufforderung, den Übungen zu folgen und die damit verbundenen Möglichkeiten für eurer Leben und das menschliche Erwachen effizient zu nutzen.

Intuitive Sitzung vom 27.12.2012, Thema: Überreiztes Gedankenleben

Euer Kopf ist voller Trugbilder; ein Sammelwerk an Eindrücken, die ihr über den Tag sammelt. Da fällt es nicht immer leicht, einen intuitiven Fluss an Bildern herzustellen. Zu undurchdringlich scheint der Nebel, insbesondere, wenn ihr euch auf viele Eindrücke, z.B. durch zu viel Fernsehen oder ein Videospiel eingelassen habt. Es ist generell nicht ratsam, vor der Meditation solche Medien zu nutzen.
Schafft ihr es innerhalb einer Meditation nicht, die Bilderflut in eurem Kopf zu beruhigen, dann empfehle ich eine einfache Vorgehensweise. Atmet tief ein und haltet dann eure Luft an. Kreiert, während ihr die Luft anhaltet, einen Ball aus Feuer in eurem Kopf und stellt euch vor, wie sich sämtliche dieser unnützen Bilder in diesem Ball fangen. Sie werden von dem Feuerball angezogen und verfangen sich in ihm. Stellt euch das solange vor, wie ihr die Luft anhalten könnt. Atmet anschließend laut aus, wobei ihr den Ball gleichzeitig ausspuckt. Eure Gedanken sollten sich danach etwas beruhigt haben. Ihr könnt den Vorgang, sofern dies nötig ist, wiederholen. Das tiefe Einatmen vorher ist wichtig, vergesst es deshalb nicht.
Das ist eine schnelle aber effektive Möglichkeit, die überreizten Nervenbahnen zu beruhigen. Diese Methode funktioniert auch, wenn ihr viel lernen oder lesen musstet oder euch auf andere Arten über eine längere Zeit konzentriert habt.

Was ist das Prinzip dieser Übung - warum funktioniert sie?

Das Anhalten der Luft bewirkt eine Stresssituation im Körper. Der Körper schüttet dabei entsprechend Hormone aus. Die gleichzeitige Konzentration auf das gebündelte Element Feuer mit der Absicht, die Bilder im Kopf zu fangen, ist wie eine Doppelsalve auf den galoppierenden Gedankenapparat. Der Stress mindert das Denken auf einer körperlichen Ebene und konzentriert es auf die Absicht zu atmen, während das Feuer der Natur der Gedanken auf einer feinstofflichen Ebene entspricht und die Bilder anzieht und sammelt. Je intensiver ihr die Übung ausführt, desto besser wird entsprechend das Ergebnis sein.

Intuitive Sitzung vom 01.12.2012, Thema: Die besinnliche Jahreszeit

Der Winter lädt euch dazu ein, zur Ruhe zu kommen, die frühe Dunkelheit mit Kerzenlicht und Gemütlichkeit zu zelebrieren, ein gutes Buch zu lesen und die Einkehr zu genießen. Während sich ein großer Teil der Natur schlafen legt, sehnt auch ihr euch nach Ruhe und Anpassung an die Jahreszeit. Ihr werdet nicht nur schneller müde, wenn die Sonne früh untergeht, sondern sucht ganz automatisch nach Wärme und Behaglichkeit. Grundsätzlich funktioniert ihr im Rhythmus der Natur und solltet lernen, auf diesen Rhythmus zu hören. Sicherlich erlauben dies Arbeit und andere Verpflichtungen nur in Maßen. Aber sowohl euer Körper als auch euer Gemüt werden es euch danken, wenn ihr euch mehr Ruhe gönnt als zu den restlichen Zeiten des Jahres.

Viele Menschen benötigen jetzt Lichttherapien und Urlaube im Süden, um gut über den Winter zu kommen.

Ihr seid eigentlich perfekt an die Natur angepasst. Ihr nutzt zwar warme Behausungen und seid sicherlich von eurem Komfort heutzutage besser für einen harten Winter gerüstet als eure Vorfahren, aber dennoch ist der Winter in euren Breiten eine wichtige Phase und eine gute Gelegenheit, den Einklang mit euch und eurer Umwelt zu zelebrieren. Ihr benötigt die genannten Hilfsmittel eigentlich nur, weil ihr euren Tagesablauf nicht mehr selbstbestimmt gestaltet und zudem die Helligkeit und Sonne nicht ausreichend nutzt.
Ich rate euch, mit offenen Augen durch die Natur zu wandern und die Stimmung in euch aufzusaugen. Beobachtet die kahlen Bäume, das welke Laub und die Stille in den Wäldern. Sucht euch Aufgaben, die ihr tagsüber draußen erledigen könnt oder geht in euren Mittagspausen spazieren - meidet dabei die überfüllten und hektischen Innenstädte. Geht zeitig schlafen und beobachtet, wie es nur langsam in den Morgenstunden draußen heller wird.
Es ist eine Zeit der Innenschau. Die kurzen Tage fördern diese und spülen viele Emotionen ins Bewusstsein. Das dürft ihr nicht mit einer Winterdepression verwechseln. Es ist vielmehr eine Gelegenheit, die unverarbeiteten Ereignisse des Jahres zu bewältigen. Genauso, wie ihr im Schlaf die Ereignisse des Tages verarbeitet. Der Winter ist eine gute Gelegenheit, dies bewusst zu tun. Er ist eine Aufforderung zum inneren Hausputz. Erledigt ihr diesen gründlich, habt ihr bessere Voraussetzungen für das anstehende Jahr als die Menschen, welche sich mit Lichttherapien und Sonnenurlauben über den Winter retten wollen. Das Bewusstsein für die Funktionsweise eurer Natur sollte wieder erstarken. Nutzt die Zeit entsprechend.

Intuitive Sitzung vom 13.11.2012, Thema: Die spirituelle Innenschau durch das Seelen-Ich

Die Selbstbetrachtung, die Analyse und Bewertung des eigenen Charakters, der eigenen Schwächen aber auch er spirituellen Fortschritte, bedarf eines objektiven Standpunktes. Diese Objektivität wäre wichtig, um zu wissen, wohin die Reise im Leben und damit verbunden die Bemühungen hingehen sollten. Die Selbstbetrachtung ist dabei jedoch immer subjektiv geprägt, d.h. abhängig von eurer Erziehung, euren Wertevorstellungen, eurem Glauben und eurer sozialen Positionierung.
Wollt ihr beispielsweise euer Verhalten gegenüber anderen Menschen bewerten, weil ihr Kritik erfahren habt, dann müsst ihr diese Kritik einordnen und beurteilen, ob diese gerechtfertigt ist. Ihr wisst selbst, wie schwierig das ist und wie Verstand und Gewissen dabei oft konkurrieren. Oft wählt ihr deshalb das Urteil, welches euer bereits bestehendes Selbstbild unterstützt. Auf diese Weise ist keine Entwicklung möglich.
Ähnlich ist es mit eurer spirituellen Entwicklung. Was ist für euch nötig, um Fortschritte in eurer Bemühung um eine Annäherung an Gott erleben zu dürfen?
Manche von euch meditieren täglich und haben dennoch das Gefühl, auf der Stelle zu stehen. Ihr beurteilt euch selbst aus einem sehr kleinen, individuellen Blickwinkel, den eurer Leben geformt hat und wählt die Wege, welche in euer Weltbild passen. Der Blick für das große Ganze wird durch die Persönlichkeit kaum gewährt.
Ein Mittel ist, einen anderen Menschen zu Rate zu ziehen und den eigenen Blickwinkel durch eine zweite und auch dritte Meinung zu erweitern. Das ist z.B. der Sinn, der oft in einem spirituellen Lehrer erkannt wird aber auch in einem Therapeuten oder Mentor.
Der Blickwinkel eures Seelen-Ichs ist die vollständigste Sicht, die ihr auf euch und das Leben einnehmen könnt; eine geistige Perspektive die zugleich nah genug am Leben dran ist. Ihr werdet in der Verbindung mit eurem Seelen-Ich eine sehr unpersönliche Sicht auf euch erleben - unpersönlich aber auch wohlwollend. Ihr lauft dabei nicht Gefahr, euch selbst zu hart in die Kritik zu nehmen, wie es viele Menschen gerne praktizieren und damit einen partiellen Selbsthass pflegen, sondern ihr werdet sanft auf die nächsten sinnvollen Schritte hingewiesen.
Der intuitive Zugang zum Seelen-Ich ist dabei jedem Menschen in unterschiedlichem Maße gegeben und kann in verschiedenen Niveaus ausgebaut werden.
Es ist eine tröstende und motivierende Sicht auf das Leben, welche die durch das Seelen-Ich gespeiste Intuition bietet. Sie ist Innenschau und Leuchtfeuer zugleich und kann zu einem unverzichtbaren Werkzeug sowohl für das Bestehen im Alltag als auch für den eigenen spirituellen Weg werden.

Intuitive Sitzung vom 21.10.2012, Thema: Feinstoffliche Sinne

Das Hellsehen in der intuitiven Verbindung. Das wichtigste Merkmal einer guten intuitiven Verbindung im Hinblick auf das Hellsehen ist die Wahrnehmung von Licht. Die gleißende Kugel, das Seelen-Ich und der Regen, der sich auf euch ergießt, die Verbindung mit Gott - all dies erzeugt Lichteindrücke. Auch die weniger Hellsichtigen können diese Eindrücke wahrnehmen. Differenzierte Wahrnehmung von Formen und Farben hingegen können sich u.U. erst nach einer längeren Praxis ergeben.
Das Sehen ist euch in der Regel sehr wichtig, da ihr verstandesbetonte Wesen seid und gerne glaubt, was ihr seht. Was ihr seht, in Form und Farbe, kommt eurer realen, alltäglichen Wahrnehmung nahe und kann von eurem Verstand mit bekannten Dingen assoziiert werden.
Gerüche, Geräusche und Empfindungen hingegen haben für euch eine eher vage Natur und werden gerne durch das Sehen bestätigt. Wollt ihr einen Geruch verstehen, so möchtet ihr auch seine Herkunft sehen.

Aber es gibt eindeutige Gerüche, wie z.B. Zitrus- oder Lavendelduft, der kein Verstehen durch visuelle Erkennen erfordert oder verlangt.

Ihr riecht etwas und sucht mit euren Augen bereits nach der Quelle des Geruchs. Das zugehörige Bild ist euch immer wichtig. Existiert keine konkrete Geruchsquelle kreiert ihr Bilder und Assoziationen. Einen Geruch wollt ihr immer gerne zuordnen, ebenso ein Geräusch. Ein Bild hingegen kann auch für sich alleine stehen und wir aufgrund seiner visuellen Natur verstanden.

Nun ist nicht jeder mit der Gabe des Hellsehens ausgestattet. Wir hatten bereits beschrieben, dass die anderen feinstofflichen Sinne genauso wichtig sind. Dennoch werden die meisten Übungen gerne mit Visualisierungen angereichert. Die mangelnde Fähigkeit, eine bildliche Vorstellung zu generieren, kann dennoch zu Frust führen und eine ungewollte Anspannung während der Meditation hervorrufen. Dabei hat jeder Mensch einen Schwerpunkt in der feinstofflichen Erfahrung, den er erkennen und nutzen sollte.

Was ist z.B. mein Schwerpunkt?

Die Empfindung, die Gewissheit, dass sich z.B. die gleißende Kugel [aus der Übung der Stillen Liebe] an ihrem Platz befindet. Die Empfindung befeuert die bildliche Darstellung aus sich selbst heraus. Das bedeutet, du musst ein Bild nicht innerlich malen, sondern erkennst es aus der Empfindung heraus. So ist es auch mit der Wahrnehmung von Wesenheiten, wie ich bereits erläutert habe. Über die Empfindung lassen sich auch leicht Geräusche wahrnehmen. Die Empfindung ist ein guter Zugang in feinstoffliche Welten, da sie mit den anderen feinstofflichen Sinnen verknüpft ist und diese hervorruft und verstärkt.

Gibt es auch Menschen die vornehmlich feinstofflich riechen?

Vornehmlich eher nicht. Aber es gibt Menschen, die den feinstofflichen Geruchssinn gleichsam wie einen anderen Sinn ausgebildet haben. Der Geruch ist in dem Fall eine Empfindung. Es ist ein Eindruck, der in euer Bewusstsein gelangt, meist dann, wenn bereits ein anderer Sinn ausgeprägt wurde.

Was sind das für Gerüche, die wahrnehmbar sind?

Es sind Eindrücke, wie eine frühlingshafte Frische aber auch Modergeruch oder Blumenduft. Der Geruch unterstreicht oft einen gefühlsmäßigen Eindruck einer feinstofflichen Erfahrung.

Kommen wir zurück zum Sehen. Was bedeutet die Wahrnehmung von Farben in der Meditation?

Farben sind Assoziationen von Empfindungen und spiegeln meist die emotionale Erfahrung des Meditierenden wider. Blautöne können von einer ruhigen, sehr passiven, tiefen Erfahrung gefördert werden. Rottöne hingegen spiegeln eher das Feuer und die Begeisterung, die sich durch aktive Übungen einstellen können. Das sind zumindest Farbbeispiele, die eine grobe allgemeine Einordnung erlauben. Andere Beispiele wären da höchst individuell.

Ist die geistige Welt farbig wie unsere Welt?

Ja, aber sie ist dabei nicht so starr oder unveränderlich. Farben wechseln leichter, es ergeben sich lebendige Farbenspiele mit Lichteindrücken, die euch nicht bekannt sind. Starre farbliche Einordnungen auf feinstoffliche Phänomene anzuwenden führt immer zu einer vereinfachten und falschen Darstellung. Die geistige Welt schillert viel mehr [lacht].

 

Intuitive Sitzung vom 10.10.2012, Thema: Sexualität

Der sexuelle Trieb steht manchmal in einem krassen Gegensatz zu den Lebensidealen und den Anschauungen der Menschen. Es ist, als ob mehrere verschiedene Parteien in euch arbeiten und oftmals unterschiedliche und auch konkurrierende Ziele verfolgen. In der Sexualität findet ihr die ursprünglichste Form der Bestätigung und der Anerkennung durch einen anderen Menschen. Es ist nicht nur der Trieb der Fortpflanzung, der euch antreibt, sondern die Suche nach dieser ursprünglichsten Form der Bestätigung. Sich begehrt fühlen, einen anderen Menschen befriedigen und den Ballast von Gedanken und komplizierten Emotionen abwerfen. Die Ursprünglichkeit der Sexualität beschert einen Zustand der Leere und Glückseligkeit im Mensch-Sein, im Körperlichen. Die Sexualität ist damit auch ein Rückzugspunkt vor dem komplexer werdenden Leben. Sie ist eine Oase der Einfachheit.
Entsprechend solltet ihr eure Sexualität nicht mit Vorstellungen oder Ansprüchen beladen. Damit beraubt ihr euch dieser Einfachheit. Es ist ein Manko dieser Zeit, alles perfekter haben zu wollen und damit das Leben zu beschweren. In der Sexualität seid ihr Tiere und dürft es auch sein.

Was ist mir der Liebe und der Vorstellung von Vereinigung?

Lernt zunächst wieder, eure Sexualität einfach zu halten. Bekommt die Bilder von perfekter Sexualität aus euren Köpfen und lernt, einfach nur zu sein. Legt keinen Schwerpunkt auf Emotionen oder Theatralik. Für diese heutige Zeit ist es sinnvoll, einen Ausgleich und auch einen Anker der Ursprünglichkeit in einer einfachen Sexualität zu finden.

Die Menschen versuchen, durch Variationen ihre Sexualität lebendig zu halten.

Es geht mir lediglich darum, dass ihr wieder lernt, den reinen Trieb zu leben. Dieser wurde über die Jahrhunderte mit Ballast beschwert. Zunächst war er verpönt, dann wurde er mit Idealvorstellungen beladen. Es geht aber um das reine Empfinden von gemeinsamer Lust und der gemeinsamen Entspannung nach dem Akt. Dabei gibt es keine Regeln oder Vorschriften.

Der Kern der schönen Sexualität liegt in der Erschaffung eines Wirbels. Dieser Wirbel entsteht durch Wechselseitigkeit. Es ist eine ursprüngliche Energie, die ihr als Lust steigernd empfindet, welche sich zwischen den Partnern aufbaut. Dafür muss euer Kopf leer sein. Wie ihr diesen Wirbel erzeugt, erlernt ihr durch aufmerksames Probieren, eine vertrauliche Stimmung und das intensive Kennenlernen.
Mit dieser Energie könnt ihr aber auch experimentieren. Ihr könnt sie in euer Herz steigen lassen oder auch die Geschlechtsorgane damit befeuern. Sexualität ist ein faszinierender energetischer Vorgang. Die entstehende Energie ist naturgemäß tief schwingend und absolut körperlich. Deshalb soll man in manchen Traditionen Praktiken befolgen, welche das Aufsteigen dieser Energie unterstützen. Dafür sollte man jedoch zunächst lernen, diese Energie zu erkennen.

Verstehe. Wir sollen uns also zunächst von den Vorstellungen über Sexualität befreien, um dann die reine Energie zu erkennen?
In etwa. Ich rate euch lediglich dazu, mehr zu sein und weniger zu denken (dazu zählen auch Ansprüche etc.) und dafür mehr zu empfinden und mehr Aufmerksamkeit darauf zu legen, was wirklich zwischen euch geschieht.

Intuitive Sitzung vom 22.08.2012, Thema: Freude

Fröhlichkeit, die Freude am Leben. Die Freude ist manchmal wie ein flüchtiger Strom, der in den Straßen des Alltags versickert. Zurück bleibt ein graues, hartes Pflaster, welches die Beschwerlichkeit und Tristesse des Lebens in Erinnerung ruft. Die Fähigkeit, die Freude gegen alle Widrigkeiten festzuhalten, scheint einen undurchdringlichen Schild zu fordern, der die äußeren Einflüsse abprallen lässt. Aber das ist ein Irrtum, eine Abwehrhaltung lässt keine Freude erblühen. Nur, wer in der Lage ist heller zu scheinen als das Leben, kann ein eigenständiges, unabhängiges Licht werden. Nicht die Abwehr, sondern der kraftvolle Fokus und das ausgerichtete Bewusstsein bilden den Schutz für den Quell der Freude. Wollt ihr Freude empfinden und pflegen, so ist diese Freude zunächst nicht in den äußeren Umständen zu suchen. Sie findet sich in euch und ihr müsst sie trainieren, wie ihr auch einen Muskel trainieren würdet. Die Wiederholung der Empfindung und das unverkrampfte Aufrechterhalten des Zustands kann auf einem bewussten Weg die Freude im Leben wachsen lassen. Das ist eine einfache Meditation über eine lohnende Empfindung, die euer Leben formt und gestaltet. Das Geheimnis der ekstatischen Freude des Seelen-Ichs verrate ich im zweiten Band, aber die jeden Menschen individuell mögliche Empfindung der Freude könnt ihr aber jetzt schon üben.

Intuitive Sitzung vom 04.08.2012, Thema Emotionale Klärung

Was soll unser Thema sein?

Ärger mit euren Mitmenschen. Vielleicht wart ihr schon einmal oder mehrfach Ziel eines Ärgers, den ihr auf euch gezogen habt. Vielleicht waren euch eure Mitmenschen böse und sie haben euch bedrängt. Es ist nicht schön, Ziel einer negativen Emotion, wie Zorn oder Hass zu sein.
Was geschieht dabei im Menschen? Einige werden sich in Frage stellen, ob sie tatsächlich die vorgeworfene Schuld tragen müssen. Andere werden bemüht sein, in Abwehrhaltung zu gehen und sich abzugrenzen und zu schützen. Fast jeder wird aber mit sich selbst konfrontiert. Die Konfrontation mit den Mitmenschen führt immer auch zu einer Konfrontation mit euch selbst. Auch, wenn ihr versucht, den Ärger abzuwehren und von euch zu weisen, seid ihr dabei auf euch selbst zurückgeworfen. Um das Leben wie gewohnt weiterzuführen, müsstet ihr das Negative um euch ignorieren können. Letztlich schlagen bösartig vorgetragene Schuldzuweisungen aber bei jedem Menschen ein und hinterlassen größere oder kleinere Krater. Auch der Stärkste unter euch bildet eine Resonanz auf die negativen Töne und schwingt in gewisser Weise mit.
Menschen können euch begeistern, ängstigen oder auch wütend machen. Eine euch entgegengebrachte Emotion muss nicht erst von euren Verstand verarbeitet und analysiert werden. Sie hat eine direkte Wirkung. Eine stark empfundene Emotion bildet bei räumlich nahen Menschen eine Resonanz – sie klingt auch in euch wieder. Ihr seid in der Lage, Stimmungen zu empfinden. Wenn ein Mensch besonders viel reine bzw. erwartungslose Liebe empfindet, fühlt ihr euch in seiner Gegenwart wohl, weil das Gefühl der Liebe in euch widerhallt. Sicherlich kann dieses Gefühl von anderen Assoziationen überlagert werden, z.B. wenn euch der Mensch an eine unangenehme Person erinnert. Aber auch dann ist euer emotionales Wesen von der Emotion beeindruckt und gefärbt.
Ihr seid ein mehr oder weniger offenes System – besonders, was eure Emotionen betrifft. Umgebt ihr euch mit vielen Menschen, seid ihr ihren Emotionen in gewisser Weise ausgeliefert, es sei denn, ihr empfindet besonders dominant und beeinflusst die anderen stärker, als sie euch zu beeinflussen in der Lage sind.
Erst wenn ihr aus dem Schwingungsfeld anderer Menschen heraus tretet, könnt ihr euch emotional gut ausrichten. Das gilt besonders für das Beispiel der negativen Emotionen. Es ist wichtig, eine räumliche Distanz gewinnen zu können, um sich dann durch geeignete Übungen zu klären.
Neben der räumlichen Distanz ist eine Verbindung zum eigenen Seelen-Ich hilfreich, um eine dominante emotionale Schwingung aufzubauen. Durch eine intensive Verbindung mit eurem spirituellen Kernwesen werdet ihr in einen Bereich der Unpersönlichkeit gezogen – dadurch können euch negative, menschliche Emotionen weniger berühren. Es ist eine drastische und einschneidende Erfahrung, dies zu erleben. Es wird sich für euch fremdartig anfühlen, bestimmte Leiden nicht mehr empfinden zu können.
Die intuitive Verbindung zum Seelen-Ich hilft darüber hinaus beim Aufspüren der angesprochenen negativen Resonanzkörper in euch. Negative Emotionen, insbesondere von Trauer, Angst und Zorn, schwingen sehr leicht mit aber sie können auch in ihrer Ausprägung verringert werden. Damit seid ihr wiederum weniger offen für Anfeindungen und schlechte Stimmungen.

Jetzt könnte jemand zurecht fragen, was das bringt, sofern wir zurecht angefeindet werden?

Habt ihr in der Vergangenheit Fehler gemacht und andere Menschen verletzt, so kommt dies auf euch zurück. Das ist ein karmisches Gesetz, das mit Ausgleich der gelebten Erfahrungen zu tun hat. Seid ihr jetzt aber in der Lage, seelische Qualitäten in euch zu erwecken und liebevolle Emotionen auszubilden und sogar unbeirrbar zu leben, dann ist das nicht als negativ zu werten. Werdet ihr zornig angegangen und könnt aus der Ruhe heraus reagieren, dann ist der Weg zur Einsicht vielleicht sogar umso kürzer. Ihr seid jedenfalls weniger gefährdet Leid mit Leid zu beantworten.

 

 
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