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Intuitiver Blog - eine ständig aktualisierte Auswahl intuitiv entstandener Texte

Auf dieser Seite veröffentliche ich regelmäßig zu unterschiedlichen Themenbereichen intuitive Texte. Manche Inhalte werden in zukünftigen Büchern zu finden sein und ausschnittweise hier präsentiert, andere hingegen werden nur exklusiv auf dieser Seite veröffentlicht. Sämtliche Texte entstehen in meinen intuitiven Sitzungen, d.h. im meditativen Kontakt mit meiner intuitiven Quelle. Diese Quelle definiere ich als Seelen-Ich. Die Quelle ermöglicht mir, Wissen und Emotionen zu erfahren, welche nicht meiner Persönlichkeit entspringen, aber diese durchaus als Ausgangspunkt oder Sprungbrett nutzen. Mehr über den Prozess und die Natur dieser Arbeit steht im ersten Band der Reise in das Seelen-Ich.

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Intuitive Sitzung vom 06.08.2013, Thema: Suchen des Glücks

Wer das Glück sucht... sollte danach greifen können. Der Traum vom Glück hat meist eine Form, eine Gestalt – es ist eine Vorstellung für das Leben, ein wünschenswerter Zustand und eine manchmal ferne Aussicht, die den freudigen Beigeschmack der Hoffnung über die Jahre verliert.
Wer eine Vorstellung hat, die für ihn Glück bedeutet, muss also die Kraft haben, danach greifen zu können, muss erkennen und überwinden können, was ihn daran hindert, dieses Glück in sein Leben einzuladen.
Gibt es einen Schlüssel, eine allgemeingültige Weisheit, welche die Umsetzung der Verwirklichung des Glücks am passendsten beschreiben kann? Oder einfacher gesagt: wie geht ihr den Weg zum Glück?
Es ist mit zwei Worten gesagt: keine Zweifel. In diesen Worten liegen sowohl Hoffnung aber auch die Schwere dieser Aufgabe verborgen. Keine Zweifel in einer Zeit der Analyse und Ratio, der Gottlosigkeit, der Beurteilung durch andere... Wie könnt ihr mehr in euch vertrauen, als in das, was euch gezeigt und beigebracht wurde?
Die Antwort ist ein Bild. Wie Phoenix aus der Asche. Ihr müsst aufräumen, Ordnung in euer Bewusstsein bringen, vieles hinter euch lassen und dann könnt ihr aufsteigen und euer Glück verwirklichen - auch, wenn es dann mit Sicherheit eine andere Gestalt hat.
 

Intuitive Sitzung vom 17.07.2013, Thema: Abhörskandale

Welche spirituelle Bedeutung haben eigentlich Abhörskandale und Datenspionage?

Es ist eine weltweite Bewegung, die nicht nur in eine Richtung läuft. Verschiedene Länder haben eigene Möglichkeiten entwickelt, sich gegenseitig zu kontrollieren und abzuhören. Zwischen den mächtigen Ländern existiert aber ein Fluss dieser ausspionierten Daten in alle Richtungen. Darüber besteht in den Kreisen der Mächtigen auch keine Verwunderung oder Bestürzung. Im Grunde ist das eine Kehrseite der Globalisierung, ein Nebenprodukt der vernetzten Welt. Die Welt bekommt, was die Geheimnisse der einzelnen Staaten betrifft, einen dörflichen Charakter. Und so solltet ihr das auch bewerten. Niemand kann etwas tun, was vom Nachbarn nicht irgendwann bemerkt wird. Im Grunde ist dieser Informationsfluss somit nicht so negativ zu bewerten, wie es zur Zeit dargestellt wird.

Nun, wir werden aber medial als Opfer dargestellt und fühlen uns auch entsprechend.

Durch diese Formen der Spionage können auf nationaler Ebene, wenn auch unbewusst oder unbeabsichtigt, viele Konfliktherde gar nicht erst entstehen. Ihr profitiert somit weltweit davon.

Dennoch gibt es Kriege und Konflikte, auch aktuell.

Ja, die gehen aber von meist kleineren Gruppierungen aus, die sich nur schwer ausspionieren lassen. Der Terrorismus ist beispielsweise ein dezentralisiertes Phänomen, das sich nicht auf einzelne Länder reduzieren lässt. Über Religionskriege und -konflikte haben wir bereits gesprochen – die müssen wir davon separiert beurteilen.
Wir sprechen im Falle des Spionagephänomens von Regierungsorganisationen, die nationale Interessen vertreten. Betrachtet die Menschheit als eine Einheit, nicht so sehr das Individuum oder einzelne Staaten. In einer Zeit, in der es mehr um das Zusammenwachsen geht, haben selbst diese dunklen Machenschaften einen Sinn. Die einzelnen Völker sind sich allesamt einig, dass ein Schutz vor Bedrohungen aus dem Ausland sinnvoll ist. Also werden weltumspannende Kontrollwerkzeuge kreiert, welche diesen Schutz garantieren sollen.

Der Kontrollstaat ist aber eine Horrorvision.

Ja, aber diese Kontrolle ist bereits im Fluss, da nicht nur ein Staat kontrolliert, sondern mehrere Staaten daran beteiligt sind. Schlechte Absichten lassen sich dadurch frühzeitig erkennen – dabei geht es nicht nur um Terrorismus – und darüber sind sich die Staaten auch bewusst. Geheimnisse, Verschwörungen etc. können dadurch viel schlechter wachsen.
In nicht so ferner Zukunft wird diese Form der Kontrolle staatenübergreifend institutionalisiert. Ähnlich wie die Satellitenüberwachung, die auch kein Geheimnis mehr darstellt und länderübergreifend erfolgt.
Spirituell betrachtet muss die Überwachung somit als eine Bewegung betrachtet werden, die nicht abgeschlossen ist und dem Zusammenwachsen der Völker dienlich sein wird. Es ist ein unreifer Versuch, den Nachbarn besser zu verstehen.

Was ist mit dem Aspekt der Wirtschaftsspionage oder mit dem gläsernen Bürger?

Aus spiritueller Sicht geht es um die Entwicklung des Bewusstseins. Das Bewusstsein für eine Menschheit, das Bewusstsein für ein gemeinsames Wachsen. Dass auf diesem Wege immer wieder Egoismus und falscher Umgang mit scheinbarer Macht auftauchen, ist als ein vergängliches Phänomen zu betrachten. Wer sich mit seiner Spiritualität befasst, der weiß um die Sackgassen, in welche dieses Verhalten führt. Natürlich, dieser Prozess bringt auch hässliche Blüten hervor, die aber am Ende keine Rolle mehr spielen werden.

Intuitive Sitzung vom 10.06.2013, Thema: Der neue Geist der Erkenntnis

Das menschliche Streben, Erschaffen und Verwirklichen im irdischen Bereich. Es ist eine Eigenart des Menschen der Moderne, alles zu modifizieren, zu verändern, zu erweitern, was ihn umgibt. Ob der Anbau am Haus, das Basteln am Auto, die Einrichtung der Wohnung oder die Vergrößerung des Vergnügens, der Entspannung, sei es durch die Erschließung neuer Urlaubsziele. Dieser Drang nach Verbesserung und Intensivierung des Lebens ist so signifikant, dass er einer Erklärung bedarf.
Die meisten Menschen streben nach Modernisierung, Ausdehnung und den genannten Punkten. Nur wenige geben sich gerne mit weniger zufrieden. Es ist inzwischen ein einheitliches Wertesystem, nennen wir es einen gemeinschaftlichen Geist, erschaffen worden, welcher dieses Streben nach „mehr“ über euch ausgießt. Es scheint ansteckend und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Euch zeigt sich momentan der Höhepunkt dieses Lebens und Webens in der Illusion, die euer Leben bedeutet. Ihr erschafft sogar durch die Medien Illusionen innerhalb der Illusion des Lebens und kopiert damit, was euch umgibt. Alle eure Wünsche und Ängste, die ihr nicht in eurem Leben und der Welt realisiert habt, werden dann in den Medien abgebildet. Kritiker nennen dieses Phänomen oftmals geistlos, weil leere Ziele verfolgt werden, die lediglich von Vorbildern, die oftmals auch nur Illusionen sind, unreflektiert übernommen wurden.
Dabei ist es ein Phänomen, das mehr und mehr die ganze Welt erfasst und in nicht ferner Zukunft durch einen neuen Geist abgelöst wird. Dieser Geist bedeutet eine neue Einstellung, die bereits geboren wurde, sich aber noch nicht durchsetzen kann. Ihr könnt euch aber bereits jetzt darauf einstimmen und in dieses noch zarte Phänomen eintauchen. Das schneller drehende Rad der Verherrlichung der Illusion wird abgelöst durch das Erkennen des Selbst in der Umwelt. Es ist die Erkenntnis, das die erlebbare Welt das Innere des Menschen repräsentiert. Die Menschen erkennen erneut die Schönheit in der Natur, aber auch in den kreierten, von ihnen erschaffenen Dingen. Es entsteht eine Renaissance der Kunst und Kultur, in welcher sich der Mensch widerspiegelt und begreift. Dadurch entsteht mehr Harmonie und weniger Dissonanzen im Zusammenleben. Wollt ihr in diesen Geist eintauchen, dann verfolgt einfach die Absicht, dieses zu tun und beobachtet, wie er in euch erwacht.

Intuitive Sitzung vom 19.05.2013, Thema: Befreiung vom Ego

Wie kann eine Sicht ohne Ego auf das Leben realisiert werden, also ohne Ich-bestimmende Vorstellungen vom Leben haben zu müssen?

Die Befreiung vom Ich-Selbst, vom Ego, wird immer wieder gefordert, wenn es um Erleuchtung, um Befreiung von den menschlichen Fesseln geht. Es ist das Ziel der Selbstlosigkeit, welche über das Leben erheben soll und zu einem Zustand der Befreiung führt. Letztendlich könnt ihr euch winden und euch diesem Zustand annähern, ohne ihn ganz zu erreichen. Am entscheidenden Punkt werden ihr euch immer wieder selbst bewerten und feststellen, dass ihr noch nicht soweit seid, dass euch noch ein entscheidender Schritt fehlt. An dieser Stelle beißt sich die Katze trotz aller Bemühungen in den Schwanz. Als ob ihr einer Möhre hinterherlauft, die unerreichbar an einer Angel vor eurer Nase baumelt. Es ist eine Forderung, die von Menschen postuliert wird, die dieses Ziel bereits erreicht haben. Sie präsentieren euch Übungen, welche die Gedanken beruhigen und das Bewusstsein auf die wahre Realität einstimmen. Das sind gute Übungen, die euch aber immer wieder zu dem Punkt der Unzulänglichkeit führen werden. Ihr werdet immer wieder zurückfallen und an euch den oder die letzten fehlenden Schritte bemerken.
Wollt ihr diese Form der Ich-Befreiung erreichen, so müsst ihr direkt die Position des Befreiten einnehmen, sonst funktioniert es nicht. Ihr müsst die Sicht des Seelen-Ichs trainieren, um die Befreiung zu verstehen und um den Zustand zu begreifen. Je öfter ihr dann diesen Zustand einnehmt, die Position eures Seelen-Ichs, desto natürlicher wird dieser Zustand für euch werden.
Dennoch werdet ihr diesen Zustand nicht den ganzen Tag erleben. Die vielen Momente, die ihr euren persönlichen Emotionen und Gedankenmustern, welche das Ich-Selbst definieren, nachhängt, müssen mit Nachsicht beurteilt werden und nicht mit der Vorstellung der Unvollkommenheit. Die Vorstellung der Unvollkommenheit muss mit dem Impuls und der Fähigkeit überbrückt werden, in das Seelen-Ich switchen zu können. Das ist das eigentliche Training und das ganze Geheimnis, welches euch sicherlich eine Weile beschäftigen wird.

Intuitive Sitzung vom 16.04.2013, Thema: Nächstenliebe

Liebe zu den Mitmenschen. Was bedeutet es, seine Mitmenschen aufrichtig zu lieben? Unsere Vorstellungen von wahrer Liebe sind geprägt von Geschichten, Büchern, Film und Fernsehen. Es sind romantische Vorstellungen, Vorstellungen von Seelen-Partnern, von Hingabe und Leidenschaft. Was bedeutet es aber zu lieben, wie unser spiritueller Kern liebt? Was ist z.B. mit der Bereitschaft, Opfer einzugehen?
Die Antwort ist zunächst einmal relativ eindeutig. Liebe zu den Mitmenschen beginnt bei der Fähigkeit, Liebe empfinden zu können - selbstlose Liebe, unpersönliche Liebe, denn unser Seelen-Ich ist zwar individuell aber auch unpersönlich im Sinne einer menschlichen Persönlichkeit bzw. eines menschlichen Egos.
Der spirituellen Liebe liegt eine Haltung der Offenheit zugrunde. Liebe ist die Bereitschaft, einen anderen Menschen zuzulassen, was bedeutet, dass ihr den anderen so nehmt, wie er ist. Hier beginnen bereits die menschlichen Einschränkungen, die immer an Angst und Enttäuschung gebunden sind.
Aber Liebe bedeutet nicht, dass ihr aus Angst oder Furcht vor etwas handelt. Liebe bedeutet aus diesem Grund ebenfalls nicht, jeden gewünschten Gefallen zu erfüllen.
Die Liebe zu den Mitmenschen ist ein schwieriges Thema, da ihr in eurer Liebe limitiert seid. Die Frage ist immer, welche dieser persönlichen Grenzen eingerissen werden müssen und wie das bewerkstelligt werden soll. Limitiert bedeutet, dass ihr nicht jeden beliebigen Menschen lieben könnt. Es heißt auch, dass ihr eure Probleme habt, welche die Fähigkeit zur Liebe auch bei nahestehenden Person einschränkt.
Die Frage, wie viel Liebe zu den Mitmenschen nötig ist, wurde bereits auf vielerlei Weise beantwortet. Es ist eine beliebte moralisch-ethische Fragestellung, die jeden schon einmal beschäftigt haben wird. Eine schwierige Fragestellung, an welcher man leicht scheitern kann.
Der Anspruch, andere zu lieben kann beängstigend sein. Bedeutet er doch oft, die eigenen Grenzen zu überschreiten, Dinge aus Liebe tun zu müssen. Dabei verwechselt ihr oft Liebe mit Freundlichkeit. Zwischen Liebe und der Entscheidung zum freundlichen Handeln besteht ein Unterschied. Die Liebe kann auch existieren, wenn keine Gefälligkeit erfüllt wird, wenn das Handeln scheinbar unfreundlich ist. Meist seid ihr sogar besser in der Lage zu lieben, wenn ihr mit euren Interessen bei euch bleibt und Rücksicht auf eure Befindlichkeiten nehmt. Das klingt zunächst paradox, da Liebe doch auch immer mit Opfer gleichgesetzt wird. Für den, der fähig ist zu lieben, ist die hingebungsvolle Tat auch kein Opfer - nur für den Außenstehenden, der nicht so empfindet und nicht so frei lieben kann. Ein Beispiel: nicht jeder wird aus Liebe einen armen Menschen von der Straße bei sich wohnen lassen. Den meisten Menschen würde der Gedanke Angst bereiten. Und wenn sie es dennoch täten, wäre es keine Handlung der Liebe mehr, sondern eine Handlung aus Freundlichkeit, die mit einer stillen Furcht einhergeht. Es bedarf der Reife, so etwas zu tun. Und diese Reife wird nicht einfach anerzogen, sie muss sich entwickeln. Ihr würdet für eine solche Tat, eine innere Loslösung von gewissen irdischen Beschränkungen benötigen. Sei es nun die Loslösung von materiellen Beschränkungen, wie der Sorge um Hab und Gut, oder der Loslösung von Werten und Normen. Ihr müsstet spirituell gefestigt sein.
Dennoch wird nicht jeder gereifte Mensch in dieser Form handeln. Nicht jeder hat den Weg der dienenden Hingabe gewählt.
Also, was ist nun das rechte Maß an Nächstenliebe? Es beginnt mit der Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten, keine Schuld zuzuweisen und anderen zu helfen, soweit es möglich ist. Das sind drei wichtige Punkte. Nur wer sich ständig selbst hinterfragt und zudem die schicksalhaften Verstrickungen erkennt,  wird andere nicht mit Schuld beladen müssen. Das setzt das Verstehen um eine höhere Ordnung der Dinge voraus. Das Verstehen, dass euch die Welt immer einen Spiegel vorhält, in den ihr bereitwillig blickt und die Gründe für Unglück und Glück in euch selbst erkennt. Befreit euch von dem Gedanken, Liebe müsse immer Opfer mit sich bringen. Wer sich der Liebe annähert, der weiß, dass sich die Liebe einen Raum im Bewusstsein erkämpfen muss. Es müssen Ängste, Wut und Trauer weichen, um der Liebe einen Platz zu geben.

Intuitive Sitzung vom 28.03.2013, Thema: Ostern

Ostern. Eine Zeit  der Niederkunft des christlichen Geistes. Ostern bringt euch das christliche Erleben ganz nah. Ihr müsst nicht gen Himmel danach suchen, sondern es ist zwischen euch und verbindet euch miteinander. Es ist das Erleben des Christusbewusstseins als verbindendes Element zwischen den Menschen. Es ist damit eine Zeit des Erkennens. Eine Gelegenheit, um das göttliche, bzw. in dem Fall christliche Abbild in seinen Mitmenschen zu sehen. Es ist die Auferstehung Christi im menschlichen Leib. Damit sind alle Menschen gemeint, die sich Christus verbunden fühlen. Es ist die Botschaft: ich bin in euch, ein Teil von euch. Eine Botschaft, die allgemein eher dem Abendmahl zugeordnet wird, zu Ostern jedoch den stärksten Ausdruck erfährt. Das Bild, dass Christus in seinem Leib wiederaufersteht, ist von daher missverständlich. Christus ist in allen Menschen auferstanden. Ostern ist die geistige Geburt Christi in der Christenheit. Es ist zugleich der Beginn der Frühlingszeit  - ein Erwachen und ein Neubeginn. So wie die Natur erwacht, so können auch wir unser Bewusstsein neu erwachen lassen, es neu durch Christus prägen. Wir müssen Ostern lediglich in die Stille gehen und um diese geistige Erneuerung bitten. Wir tun das, indem wir uns vorstellen, Christus wird in uns erweckt. Diese Vorstellung sollten wir empfinden und einfach voller Vertrauen zulassen, was geschieht. Es ist lohnenswert, diese Vorstellung über die Ostertage zu wiederholen.
 

Intuitive Sitzung vom 18.03.2013, Thema: Meditative vs. analytische Sicht auf das Leben

Die meditative Sichtweise auf Probleme und Ereignisse scheint manchmal weltfremd. Welche Sichtweise dient somit mehr dem Leben - ist es die analytische, realistische Sicht, welche am Leben erprobt ist oder der scheinbar abgehobene, glückselige Blick in der Meditation?

Es gibt nur eine real existierende Sichtweise. Und das ist die Sicht des ewigen Anteils in euch auf das Leben. Dieser Anteil durchdringt und prägt auch euer physisches Dasein. Betrachtet ihr eure Probleme und Anliegen in der Meditation distanzierter und gleichmütiger, dann gebt ihr diesen Dingen die Wertstellung, welche ihnen gebührt. Euer physisches Dasein mit all seinen Schwierigkeiten, Verstrickungen und auch Verzweiflungen ist ein vergängliches Dasein, welches an eurem wahren Kern vorbeirauscht. Was um euch geschieht hat die Eigenschaft von Rauch, der sich schnell verzieht; und es hat die Eigenschaft eines Spiegels. Was in eurem Leben passiert, gibt euch Aufschluss über notwendige Handlungen, die wichtig für eure Entwicklung sind und ihr erhaltet Hinweise auf eure inneren Baustellen, die noch bearbeitet werden müssen. Letztendlich müsst ihr aber lernen euer Leben auch aus dem Innern zu bestreiten. Das bedeutet, die Verbindung zu eurem Seelen-Ich formt euer Leben. Das ist ein Prozess, der nicht immer nur Wohlstand, äußeres Glück oder ähnliches verheißt. Ihr werdet vielmehr noch deutlicher auf die Hindernisse hingewiesen, welche euch selbst noch im Weg stehen. Der Weg ist immer die Vereinigung.

Für jeden Menschen? Immerhin hat auch jeder Mensch ein Schicksal. Manche Schicksale erscheinen mir sehr im Weltlichen verwurzelt.

Es ist eine Entscheidung, die jeder Mensch irgendwann im Laufe seiner Leben trifft. Lernt, das große Ganze zu sehen. Es ist eine moderne Aufgabe. Ihr müsst das im Äußeren leisten; ständig werdet ihr mit Themen der Globalisierung konfrontiert. Sei es das Schicksal anderer Menschen in nicht mehr so fernen Ländern, globale Umweltproblemen oder globale Vorgänge in der Wirtschaft. Ihr lernt, in weltlicher Hinsicht übergeordnet zu denken. Das Gleiche solltet ihr auch auf einer geistigen Ebene leisten. Das Gesamtkunstwerk "Mensch-Sein", den gesamten menschlichen Weg, die Aufgabe der Menschheit zu betrachten. Das bringt euch dazu, intuitiver zu werden und alle eure menschlichen Werkzeuge besser zu nutzen - nicht nur Verstand und Wille.
So solltet ihr auch lernen das Leben aus dem Zustand der Vereinigung zu betrachten. Der Blick aus dem Kern eures Seins, welcher nicht in eurer Psyche vergraben liegt, sondern in einem unberührten spirituellen Anteil eures Selbst. Nur dieser Blick erhebt euch über eure Probleme und lässt euch eben nicht verstrickt in diesen Problemen zurück.
Ja, vielleicht werdet ihr dadurch phlegmatischer erscheinen. Vielleicht seht ihr dadurch auch bestimmte Ereignisse nicht mehr als problematisch an. Aber ihr werdet dennoch handeln und keinesfalls weltfremd sein. Eure Handlungen mögen für andere nicht immer nachvollziehbar sein, aber sie entspringen eurem Kern und werden euch euren Zielen näher bringen.

Intuitive Sitzung vom 25.02.2013, Thema: Meditation

Die Meditation richtet euch aus, fokussiert euch. Ein unruhiges Bewusstsein, fahrige Gedanken, die unverarbeiteten Eindrücke des Tages, aufgewühlte Emotionen, all dies fällt von euch ab. Die Meditation wirkt wie ein Punkt mit großer Gravitation - sie sammelt, was sich über den Tag verstreut hat und ihr könnt zur Ruhe kommen.
Ihr könnt auch in die totale Stille gehen und einen Ort jenseits eures normalen, bekannten Bewusstseins suchen. Einen Ort, zu dem ihr euch tragen lasst, von dem ihr anfangs nur einen Ton vernehmt. Einen lichten Ort, der sich durch eine klare göttliche Emotion auszeichnet, die sich auf euch überträgt. Die innere Reise, welche die Grenzen der eigenen Persönlichkeit sprengt und das Bewusstsein und die Wahrnehmung auf fremde Orte ausdehnt, ist ein wesentlicher Bestandteil der spirituellen Meditation.
Es ist die Meditation der Suchenden und der Mystiker, die sich auf diese Reise einlassen. Es ist eine Reise in Etappen. Die Suche nach der eigenen göttlichen Herkunft - der Seele. Die Reise in die göttlichen Welten und mannigfaltigen Dimensionen. Der Versuch, diese Eindrücke intuitiv zu erfassen und in das eigene Bewusstsein zu integrieren, auf dass man der göttlichen Heimat durch eine Angleichung näher kommt. Bis zu dem Punkt, an dem das Bewusstsein mit der Seele verschmilzt.
Was sich nach und nach eröffnet ist ein Wunder, das so unbeschreiblich ist, dass wir es nicht teilen können. Das einzige, was wir vermögen, ist das Bemühen, auch anderen auf ihrer Reise zu helfen.
 

Intuitive Sitzung vom 07.02.2013, Thema: Angst oder Leben?

Die Angst vor der Zukunft ist eine undefinierte Angst, eine Angst, die viele Ängste in sich vereint. Diese Ängste kreieren Szenarien, die für euch schrecklich sind. Die Angst vor der Zukunft nährt somit viele Ängste. Sie ist die häufigste Angst in westlichen Gesellschaften und sie nährt weitere negative Emotionen, wie Neid, Missgunst, Aggression, die bis zur Verübung von Verbrechen reicht. Ihr wisst, dass die Angst vor der Zukunft unvernünftig ist, dass ihr euch lieber mit der Gegenwart befassen solltet. Aber die Verkörperungen dieser Angst begegnen euch überall. Versicherungen, Vorsorge in allen Lebensbereichen, ob für die Rente oder die Gesundheit. Ihr habt Angst, krank und gebrechlich zu werden, gepflegt werden zu müssen oder andere zu pflegen oder im Alter zu verarmen. Diese Verkörperungen sind allgegenwärtig. Und ihr erkennt in ihnen ein Produkt der Vernunft. Dabei könnt ihr das Gegenteil beobachten. Wie Menschen an ihren Ängsten zerbrechen, ihr Leben nach ihnen ausrichten und die Freude an dem Moment verlieren. Ihr könnt beobachten, wie die Menschen trotz bester Vorsorge vom Schicksal dahingerafft werden. Ihr versteht, dass die Zukunft unberechenbar ist, aber ihr hofft, dass ihr das Unbekannte bändigen könnt.
Was also ist die beste Vorsorge für die Zukunft? Es ist die Zuversicht, die Liebe für das Leben. Es ist der Willen, sich in der Welt auszuprobieren, neues zu erkunden, die inneren Schätze zu entdecken. Es ist das Vertrauen in das Leben. Wer wirklich glücklich lebt, ist dem Göttlichen näher. Ihr werdet glücklich älter. Und ihr formt mit diesem Glück eure Zukunft, weil euch das Leben leichter fallen wird. Ihr werdet nicht an die Rente denken, weil ihr immer etwas tun wollt, leben wollt. Weil ihr euch traut, euer Leben in die Hand zu nehmen und es nicht mehr loslasst. Seid dabei liebevoll mit allem was euch begegnet. Dann werdet ihr euch in allem selbst erkennen. Alter, Tod, arm, reich, all das spielt dann keine Rolle mehr.

Intuitive Sitzung vom 29.01.2013, Thema: Demut und Gotteserfahrung (Auszug)

Die Demut ist dabei ein entscheidender Faktor für eine tiefe Gotteserfahrung und sollte tief empfunden werden. Das Bild mit dem unendlichen Sternenhimmel ist gut (Anm.: ein Bild das ich nutzte, um das Gefühl der Demut durch die Vergegenwärtigung der Unendlichkeit zu stärken), es bietet sich jedoch an, das Gefühl der ergreifenden Demut alleinig aus dem Seelen-Ich zu ziehen. Es erfordert lediglich etwas Geduld und Ruhe, da das Gefühl sich oft langsamer einstellt als die anderen Qualitäten. Sie ist der Nährboden für eine intensive Annäherung an das Göttliche.

Warum ist das so?

Die Demut beraubt euch für den Moment eurer eigenen Vorstellung von Größe. Sie lässt euch zum einen wieder zu einem Kind werden, das ehrfürchtig bewundernd auf etwas Großes blickt. Zum anderen werdet ihr aus einem Gefühl der Demut aufgerichtet. Ihr kniet innerlich nieder und werdet zugleich erhoben, um die Schönheit Gottes besser erblicken und euch darin wiedererkennen zu dürfen. Es ist die wahre Bedeutung des Satzes:" ...und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht " (Matthaeus 23,12). Wobei das Wort “Erniedrigung” in eurem Verständnis negativ besetzt ist. Ihr erniedrigt euch jedoch nicht im Sinne einer Schmach, eines Wertverlustes, sondern ihr verbeugt euch vor dem Großen, vor dem Unfassbaren. Aber die Qualität der Demut geht weiter, denn ihr sollt dieses Große in allem erkennen können. Dazu dient die Pflege der Demut: sie lässt euch in allem das Göttliche erblicken und hilft zugleich bei der Wahrnehmung eures eigenen Ursprungs.

 
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